Landman (USA 2024): Turmoil, Cowboys und die eine ausgesprochene Wahrheit

Im Überangebot von Serien auf den Streamingportalen unserer Tage sollte für jeden etwas dabei sein, so der gutmeinende Grundgedanke. Mit etwas Glück tue sich bestenfalls ein Gegenstück zu Breaking Bad, Sons of Anarchy oder meinetwegen auch Desperate Housewives auf. Doch weit gefehlt, im Grunde blickt es sich auf eine Wüste von bunter Seelenlosigkeit. Wahrlich Unterhaltsames, echt gut gefilmtes, schlaue Plots, mitunter nicht vom Nesselfieber der Woke-Ideologie befallene Produktionen, sowas gerät klar zur Mangelware. So gesehen funkelt dich Landman an, will gesehen werden, und Yogavus nickt dir zustimmend zu.

Mit dem Plot Texas ein Denkmal gesetzt

Ausgedehnte Ölfelder in West Texas und der Nimbus der Millionenstadt Fort Worth bieten dem spannenden Treiber der Serie eine Bühne, bevölkert wird sie von rauen Arbeitern, gewieften Anwälten, nervösen Milliardären, Schmugglern des Drogenkartells, atemberaubend schönen Ladies und natürlich vom Landman, den Macher.

Zwei Staffeln purer Genialität, sehr schlauer Ideen, technisch guter Umsetzung, gelungener Kameraarbeit und fähiger Regieführung. Die zweite Staffel läuft gerade, wie gewohnt auf Paramount+, Folge s02eo7 „Ewigkeit ist ein Augenblick“ ist gerade veröffentlicht.

Taylor Sheridan – Der Name ist längst Garant für Gutes

Der von manchem kontrovers betrachtete Taylor Sheridan, mein Held, dessen kreativem Kopfe und fähiger Hand ist Landman entsprungen. Wer Yellowstone und 1923 gesehen hat, dem muss kaum etwas von Sheridan erzählt werden.

Um Rohöl geht es natürlich, obendrauf vom immerwährenden Tun in Texas, alle Mühen dieses schwarze Gold zutage zu fördern. Der von der Mineralölgesellschaft fürs Tagwerk erkorene Entscheider, Lenker, Macher und Mann auch fürs Gröbste, das ist der Landman Tommy Norris (Billy Bob Thornton, der Ex von der Angelina vor Brangelina). Mehr werde ich nicht hergeben, es würde deinen Seriengenuss schmälern.

Zwei ganz besondere Szenen ob der Wahrheiten

Eine erste Szene will ich hier empfehlen und sie alleine lohnt schon den Stoff: Staffel 1 und Folge 3 „Im Vorhof der Hölle“. Tommy Norris erklärt Rebecca Falcone die Dinge, offenbart das Problem mit der Romantik in den Denkgebilden grüner Ideologien. Zum Ende von Minute 29 startet der Dialog um „Windkrafträder“. Ryder erklärt der Dame, warum der Zustand der Welt sich an Öl und Gas festmacht. Dass die Männer auf den Feldern nicht der Liebe zum Öl wegen ihr Leben riskieren, sondern weil die Ist-Situation, die auf Erdöl basierende Infrastruktur, keine Alternative kennt. Würde alles auf Solar und Windkraft umgestellt, so würde dem Landman zufolge die Umrüstung auf äquivalente Strecken zum Transport des Stroms gut 35 Jahre dauern. Unter der Voraussetzung man finge direkt mit dem Bau an.

Abschließend noch der Tipp zur Szene aller Szenen, in meinen Augen. Ein heiliger Moment in der Serie. Und diese Szene atmet geradezu die Klarheit eines Taylor Sheridan. Die Rede ist von Staffel 1, Folge 8 „Das ungeschickte Leben“. Ainsley und Ryder schwimmen, unterhalten sich über das, was schlecht für die Umwelt ist. Ryder fragt seine neue Freundin, ob sie wisse, was das Allerschlimmste auf der Welt ist. Er Antwortet selbst. Sieben Milliarden Menschen, wir sind es. Ryder erklärt dann weiter, dass „die“ auch dafür einen Plan haben …

Hier der Trailer. Möge er Dich für diese unbedingt empfehlenswerte Serie begeistern.

YouTube Video Thumbnail
Externes YouTube-Video laden?
Es können dann Cookies von YouTube gesetzt werden! (Hinweis von YOGAVUS)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert