Auf dem alten Bauernhof passieren Geschichten, wie nirgends sonst. Hier wo die Luft frischer ist, die Menschen noch Herz haben und die Sterne nachts mit diamentenem Funkel versöhnlich vom Großen zeugen, hier ist sie noch in Ordnung die Welt.
Doch und hin und wieder, alle paar Jahre einmal, kommen die Menschen klammheimlich und setzen genau hier ihr ungewolltes Haustier aus. Sie meinen wohl, die netten Leute hier auf dem alten Hof würden das Tier schon irgendwie versorgen. Weit gefehlt, zumal bei Minusgraden und einem vorhandenen großen Hofhund.

Zunächst einmal war ein wunderbarer zweiter Weihnachtstag mit lieben Gästen und der obligatorischen Verabschiedung an der Tür. Unsere Anna erblickte sodann direkt vor dem Haus das kleine schwarze Fellknäuel, eine ängstliche und äußerst junge schwarze Katze, kaum sechs oder acht Wochen alt.
Das winzige Wesen wurde wohl vorgestern am Heiligabend unter irgendeinem Weihnachtsbaum verschenkt und sogleich ungewollt entsorgt. Doch soll dieser kleine Blogpost davon zeugen, dass die Dinge manchmal richtig gut werden. Und wenn nicht an Weihnachten, wann dann?
Unsere Anna mit großem Herz, sie hat das Schicksal der Katze vom ersten Moment an besiegelt: ein neues Zuhause für dieses liebe Wesen. Nach ein paar Stunden ist es mit mehreren Helfern gelungen, die Katze einzufangen. Und dem frierenden und hungrigen Geschöpf Katzenfutter zu geben, das es gierig verschlungen hat.
Kurz darauf war die herbeigerufene neue Katzenmama schon da. Für alle Beteiligten in ihrem Haushalt beginnt ein schöner neuer gemeinsamer Lebensabschnitt. Ein wahrgewordener Weihnachtstraum. Die Katze trägt nun den Namen Christmas.
