Jetzt vor gut zweitausend Jahren wurde der Mann geboren, der mir als größter Yogi aller Zeit gilt. Freilich neben Adiyogi Shiva. Mir gilt der Heiligabend längst als Gelegenheit zur Erinnerung an jenen Mann, dessen Maßstab ich zu leben trachte.
Immer dann wenn weltliches Maß fragwürdig wird, dann frage ich mich, wie hätte der große Mann aus Nazareth entschieden. Wie hätte er gedacht, gesprochen, gehandelt. Hätte er gestanden für Spaltung, für Ächtung, für Geringschätzung? Oder hätte er mit allen das Brot gebrochen? Die Antwort liegt in unser aller Herzen ganz eindeutig.
„Und es wurde Abend, und es wurde Morgen – der erste Tag.“ (Gen 1,5)

In Frieden, in Gemeinschaft. Das ist der Sinn.
Im Judentum beginnt klassisch der neue Tag mit dem Sonnenuntergang. Gut 140 Kilometer entfernt von Nazareth wurde der kleine Yeshua in diesem Sinne am 25. Dezember geboren. Dementsprechend kommt es zur heutigen Feierlichkeit bereits am Abend davor.
Alle Welt proklamiert Yeshua, später Yuz Asaf, als den archetypischen Märtyrer, der für sein Bekenntnis zu Gott und seine Lehre den Tod am Kreuz erlitt. Da gibt es das hochmystische Konstrukt der Auferstehung von den Toten und derlei mehr. In diesem tiefreligiösen Epos hat eine lebensnähere Geschichtserzählung kaum Gehör.
Yuz Asaf lebte weiter nach den Qualen am Kreuz. Nach seiner Verbringung als Schwerverletzter zurück nach Indien, dem Ort seiner Jugend und frühen Mannesjahre, dort lebte er noch sehr lange und er starb dort eines natürlichen Todes. Seine Geschichte zu erzählen hat hier im Internet keinen Raum. Wie alle wirklichen Geschichten wird vor allem diese Erzählung in passenden Situationen von mir weitergegeben.
Dieser heutige Tag jedenfalls, er gehört diesem großen Guru. In Dankbarkeit und Demut ist meines Herzens Bitte immerzu, er, der süße Jesus, möge mir stets den richtigen Weg weisen.
